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Ausstellung

Stoeckl-Portrait

  Terra-Incognita-1                         

     

Klaudia Stöckl

Terra Incognita (Malerei)

Zart, fein und solitär, kräftig, bewegt und aggressiv, monochrom, still und gestisch; auf weiß modulierten Flächen tänzeln lineare Rhythmen, Linien balancieren im Farbraum, reiben sich an Farbschichten, verdichten sich in satten Schraffuren, oder lösen sich kaum wahrnehmbar in der Leere auf; wenngleich die linearen Formationen Klaudia Stöckls abstrakt erscheinen, so ist doch die Natur der Ausgangspunkt ihrer Arbeit. Von der Beschäftigung mit der Landschaft kommend, entwickelte Klaudia Stöckl eine  malerische Sichtweise, die das Nachempfinden der Natur ins Bildliche transponiert.
Die im Mostviertel lebende Künstlerin mit Unterricht bei Karl Korab, Giselbert Hoke und Dietmar Brehm schöpft dabei aus ihrer unmittelbaren Umgebung. 
Sie bevorzugt das quadratische mittlere Format, wobei sie gerne auf Papier arbeitet, dass sie abschließend auf Leinwand kaschiert, verwendet reine, körnige Pigmente von intensiver Farbwirkung und reduziert ihre Farbpalette auf wenige Töne: Weiß, Schwarz, Braun, Ocker und Rot. Farbschicht um Farbschicht  werden übereinander gelegt und rufen eine räumliche Farbtiefe hervor, die durch subtile Übergänge und feine Schattierungen besticht. Das bewusste Fließen Lassen der Farben und Ineinander der Farblagen –, das sie aus dem Aquarellmalen beibehält – provoziert eine brüchige Dreidimensionalität von deutlich haptischer Ausprägung. Eruptiv und dynamisch platziert sie darauf Liniengebilde von ausdruckstarker Handschrift gekennzeichnet, kratzt und ritzt kraftvolle Spuren in den Farbkörper ein.

Klaudia Stöckls Vorgehensweise erhält gerade durch die Konzentration auf wenige formale Aspekte eine orchestrale Vielstimmigkeit. Die Reduktion des Kolorits steht im Dialog zur Leuchtkraft der Farbe, die ruhige Bildanlage bildet einen Kontrapunkt zur Bewegtheit der Lineatur. Linie, Form und Raum bilden ein subtiles Gefüge.

Bei der ab 2007 entstandenen Werkgruppe „Terra Incognita“ erreicht die Malerin einen Höhepunkt dieses Weges. Der Dreiklang Braun, Ocker und Schwarz fächert sich in einem nuancenreichen Spektrum zu einem sensiblen Farbenspiel auf. Kontrastreich und doch harmonisch stehen Farbblöcke zu Leerflächen, tummeln sich organische Formen und Fragmente in der abstrakten Ebene. Das Dunkel eines schattigen Waldes wird ebenso als Bezugsbild visualisiert, wie der knorrige Ast eines Birnbaumes oder der vertrocknete Rebstock auf den Hügeln. Zentral für diese Arbeiten ist aber die Transformation der Naturempfindung in eine Zustandsbeschreibung. Helle, Stille, Ruhe, Weite und Dunkelheit bilden die auslösenden Erfahrungswerte und wiederholen sich im Erleben der Landschaftsabstraktionen.


Klaudia Stöckl setzt damit die Linie in unterschiedlichsten Spielarten ein, erschließt  deren divergente Möglichkeiten und Zusammenhänge und bildet einen Spannungsbogen, der von einem subjektiv- tachistischen bis zu einer konkret- konzeptiven Ansatz reicht. Dadurch erreicht sie eine besondere Vielfalt und Dichte des Ausdrucks.

Elisabeth Voggeneder

www.klaudiastoeckl.at

Winzer Oskar Hager begleitet die Vernissage mit edlen Weinen aus dem Kamptal. Seit dem Jahre 1640 bewirtschaftet die Familie Hager in Mollands eigenen Grund und Boden. Die ersten Weinstöcke wurden in Stockkulturen gepflanzt und naturreiner Qualitätswein für den Eigenbedarf und für Freunde gewonnen. Derzeit werden im Weingut Oskar Hager 15 ha Weingärten in den besten Lagen des Kamptals bewirtschaftet. Gearbeitet wird von der schonenden Pflege der Weingärten bis zur sorgfältigen Vinifizierung mit höchsten Qualitätsansprüchen. Die sehr unterschiedlichen Bodenverhältnisse ermöglichen es, eine große Auswahl an verschiedenen Weinen anzubieten. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Sorten Grüner Veltliner, Riesling und Zweigelt.
 
Logo_NEUwww.weingut-hager.at
info@weingut-hager.at

Ort: Club alpha, 1010 Wien, Stubenbastei 12/14

Wann: Dienstag, 3. Mai 2016 - 19:00

Begrüßung: Eva Pisa
Einführende Worte: Theresia Hauenfels

Anmeldung unter: clubalpha@alphafrauen.org

Zu besichtigen bis Ende Mai, während der Bürozeiten mo-do 9-15h und fr 9-12h, sowie nach telefonischer Vereinbarung 01/ 513 48 00.