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Der Wettbewerb zum frauen- und familienfreundlichsten Betrieb

tsw_logo Seit Gründung der Initiative "Taten Statt Worte" durch die steirische Abgeordnete zum Nationalrat Ridi Steibl und der Installierung des Wiener Regionalkomitees 1992 im Club alpha war der heurige Wiener Wettbewerb der elfte in Folge. Auch in Niederösterreich, Vorarlberg, Kärnten und selbstverständlich im "Mutterland" Steiermark werden, nach gemeinsam festgelegten und mit dem Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen abgestimmten Kriterien, Wettbewerbe um die frauen- und famillenfreundlichsten Betriebe ausgeschrieben und die Teilnehmer einer unabhängigen Jury zur Bewertung vorgelegt. Auch in den restlichen Bundesländern gibt es ähnliche Wettbewerbe, nur werden diese von den Frauenbüros der Landesregierung, der Arbeiterkammer, oder den Famillenbeauftragten des jeweiligen Bundeslandes durchgeführt.  

Seit 1999 wird - auf Initiative des damaligen BM Martin Bartenstein - aus dem Kreis der Siegerbetriebe in den einzelnen Bundesländern ein Bundessieger gekürt. Die teilnehmenden Betriebe werden in den Kategorien Klein-, Mittel- und Großbetriebe bewertet. Dabei werden Preise für die ersten drei Plätze der jeweiligen Kategorie vergeben. Zusätzlich wird noch je ein Würdigungspreis an ein öffentliches Unternehmen und an eine Non-Profit-Organisation verliehen.

Den "Gläsernen Schuh", der in Wien bis zum Jahr 1999 als Trophäe für den "best of the best" -Betrieb vergeben wurde, gibt es - analog zu den anderen Bundesländern - nun nicht mehr.
Im Sommer wurden Fragebögen an ca. 300 Wiener Betriebe verschickt, die Rücklaufquote liegt bei 9 %. Auch heuer wurden nur Firmen angeschrieben, die strukturell viele Frauen beschäftigen und von denen anzunehmen ist, dass sie die Möglichkeit haben, die abgefragten frauen- und familienfreundlichen Maßnahmen zu treffen.

Anzumerken ist, dass die Rücklaufquote in jenen Bundesländern größer ist, in denen die Initiative die zusätzliche Unterstützung von Frauen- und Familienbeauftragten besitzt.
Von den teilnehmenden 19 Firmen waren 11 private Betriebe, 4 kamen aus dem Bereich der öffentlichen Wirtschaft, 4 waren Non-Profit-Organisationen.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass das Bemühen um Frauen- und Familienfreundlichkeit bei allen Teilnehmern vorhanden war, die Akzente aber sehr unterschiedlich gesetzt wurden. Bei den Großbetrieben ist leider der Frauenantell in Führungspositionen noch immer nicht wirklich zufriedenstellend, eine Bewusstseinsänderung hinsichtlich dieses Mangels ist aber im Gange. Maßnahmen zur Förderung der Väterkarenz, die eine der Fragen betraf, werden in keinem der Unternehmen gesetzt, es ist aber zu konstatieren, dass der Anteil der Väter, die Karenz oder eine Teilzeitbeschäftigung in Anspruch nehmen, geringfügig im Steigen ist.

Die Bewertung erfolgte in zwei Durchgängen. Beim ersten wurden nach einem Punktesystem diejenigen Betriebe eruiert, die im zweiten dann besucht wurden, um die am Fragebogen gemachten Angaben zu hinterfragen.
Die Möglichkeit zu Gesprächen mit Mitarbeiterinnen war dabei ein hilfreiches Instrument. Nach dieser Überprüfung wurden die Ergebnisse einer achtköpfigen Jury vorgelegt, diskutiert und nach Punkten beurteilt.

clubalpha@alphafrauen.org