zum Inhaltsbereich

ihr Standort auf der Webseite

Standort: Home Kunst / Kultur Buchrezensionen Rezensionen Übersicht Tore zur Unterwelt

zur Orientierung auf der Seite

zurück

Tore zur Unterwelt

Tore zur Unterwelt: Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit
Autor: Heinrich und Ingrid Kusch


Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: V.F.SAMMLER
ISBN-10: 3853652379
ISBN-13: 978-3853652374


Die Entdeckung eines riesigen Systems unterirdischer Gänge wirft viele Fragen auf und lässt sogar die bisherige Vorgeschichtsschreibung gehörig ins Wanken kommen.
Bei Umbauarbeiten wird im Dachstuhl eines Bauernhofs eine jahrhundertalte Kanonenkugel gefunden. Darin entdeckt man einen Plan, der auf ein Labyrinth von unterirdischen Gängen verweist - das ist nicht der Beginn eines Thrillers, sondern hat sich in der oststeirischen Gemeinde Vorau wirklich zugetragen. Und es war der Ausgangspunkt von einer Reihe schier unglaublicher Entdeckungen. Die Höhlenforscher Ingrid und Heinrich Kusch machten sich an die Erforschung des viele Kilometer langen und offenbar in größere Tiefe führenden Gangsystems und stießen dabei immer wieder auf Einzelheiten, für die es keine Erklärung gibt. So sind die meisten dieser Gänge nach einer gewissen Strecke nicht nur zugemauert, sondern meterdick mit tonnenschwerem Gestein verschlossen. - Wer hatte da Angst vor einer Gefahr aus der Tiefe? In welcher unbekannten Bearbeitungstechnik wurden Teile der Gänge, die tiefer liegen als die mittelalterlichen Bereiche, so präzise oft durch blanken Fels geschnitten? Und warum sind diese Gänge so niedrig und schmal? Eine mögliche Antwort: Die Gänge gehen auf prähistorische Zeiten zurück, und es besteht ein Zusammenhang mit anderen ungeklärten Rätseln der Vorzeit: den Erdställen, die von Frankreich bis Tschechien zu finden sind, oder den tausenden Menhiren, die in der Steiermark Verlauf und Zugänge des unterirdischen Gangsystems zu markieren scheinen. Muss die europäische Vorgeschichte neu geschrieben werden?

Das Ehepaar Kusch nimmt die Oststeiermark unter die Lupe und berichtet über ihre Erforschung von unterirdischen Gängen, Erdställen, Lochsteinen und Menhire. Das Buch ist voll mit Fotografien, deren Aufnahmeort in manchen Fällen eruiert werden kann, in vielen Fällen sehr ungenau ist. Es werden Fragen gestellt, aber auch versucht, die eine oder andere Antwort zu finden. Ob alles wissenschaftlich exakt ist, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls schaffen sie es, die Neugierde für diese Dinge zu wecken und beim nächsten Besuch dieser Region etwas genauer hinzusehen. Denn vielleicht sieht man ja selbst einmal so eine Lichterscheinung.

Dr. Heinrich Kusch, Prähistoriker und Lehrbeauftragter an der Karl-Franzens-Universität in Graz. Jahrzehntelange wissenschaftliche Forschungs- und Ausgrabungstätigkeiten nicht nur in Österreich und verschiedenen europäischen Ländern, sondern insbesondere auch im Nahen Osten und Asien, später auch in Afrika und Mittelamerika.

Ingrid Kusch studierte Geologie und Paläontologie und begleitete ihren Mann bei vielen Forschungsreisen und über 30 Expeditionen. Als international bekannte Anthropospeläologin liegt der Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeiten auf der Höhlenarchäologie.

Vielen Dank für die Unterstützung des Verlages und die Bereitstellung von Information und Bildmaterial. Christina Burget

04.02.2012 17:15

zurück