Mentorinnen-Aktion: Elf Spitzen-Managerinnen helfen Ihnen
Die Karriereleiter hinauf - der KURIER hilft mit.
Odysseus, Held im Trojanischen Krieg, beauftragte in Homers Epos seinen besten Freund, in der Zeit seiner Abwesenheit auf seinen Sohn Telemachos achtzugeben. Odysseus Vertrauter sollte dem Jungen zur Seite stehen, ihn anleiten und begleiten. Der Name des Freundes: Mentor.
Heute ist der Mentor zu einem Synonym für einen wohlwollenden Berater geworden. Nahezu jede erfolgreiche Person hatte während ihrer Lehr- und Entwicklungsjahre einen oder mehrere Menschen, die freundlich da waren. Die, gefragt oder oft auch zufällig, Wegbegleiter und Förderer waren.
Das Prinzip des Mentoring ist einfach: Über einen längeren Zeitraum gibt die Mentorin (alle elf Topf-Frauen und ihre Erwartungen finden Sie im Hintergrund) ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Sichtweisen an die Mentee weiter. Die Mentorin überlegt gemeinsam mit der Mentee, wie man Probleme lösen kann, welche Schritte jetzt, in einer bestimmten Situation, die besten sind. Die Mentee erhält dadurch Zugang zu einem Profi, bekommt wertvolles Feedback, für das im Arbeitsalltag oder während des Studiums oft nur wenig Zeit bleibt.
Mit Struktur und Plan Mentoring erfordert strukturiertes Arbeiten, ein hohes Maß an Engagement, Interesse und die Bereitschaft sich einzubringen, Gesagtes anzunehmen und auch umzusetzen. Mit den Händen in den Hosentaschen erreicht man das gesteckte Ziel garantiert nicht - und auch dieses Ziel muss die Mentee selbst definieren.
Die Aktion Unsere elf Top-Managerinnen haben es in ihrem Bereich, jede auf ihre spezielle Art und in ihrer Branche, bis ganz nach oben geschafft. Sie sitzen in den Chefetagen großer Konzerne, leiten ihr eigenes Unternehmen, sind Chefredakteurin oder Buchautorin. Irgendwann haben auch sie klein begonnen. Und irgendwo in ihrer Karriere gab es auch in ihrem Leben Menschen, die geholfen haben, die einen Weg gezeigt oder Dinge möglich gemacht haben. Insofern ist Mentoring ein Geben und Nehmen. Die Erfahrenen helfen den Neuen. Ein Generationenvertrag.
Der Ablauf Erfolgreiches Mentoring lebt von der persönlichen Beziehung des Tandems. Voraussetzung ist, dass sich das Duo im kommenden Arbeitsjahr (Oktober 2011 bis Juni 2012) regelmäßig und mindestens fünf Mal trifft. Weil alles unter vier Augen bleibt, kann und soll offen geredet werden. Dazu muss die Chemie stimmen, auch Sympathie da sein. Spätestens beim Erstgespräch weiß man, ob es passt. Da werden auch die genauen Ziele formuliert und ein Zeitrahmen und Arbeitsplan festgelegt. Ort, Zeit und Häufigkeit der Arbeitstreffen sowie die Gesprächsthemen und die konkreten Maßnahmen bestimmt das Mentoring-Tandem selbst.
Das Arbeitsjahr schließt mit einem Abschlussgespräch. Oder nicht. Denn oft wird aus dem Mentoring-Jahr eine viel länger währende Beziehung.
KURIER-Aktion: So kommen Sie zur Mentorin
Sie stehen vor einem wichtigen Karriereschritt? Oder wollen sich beruflich verändern? Sie wollen nach der Karenz wieder ins Arbeitsleben einsteigen? Oder haben es in Ihrer Branche derzeit nicht gerade leicht? Sprich: Sie könnten Ratschläge und Tipps gut brauchen und wollen eine verständnisvolle Gesprächspartnerin an Ihrer Seite, die Sie mit ihrer Erfahrung weiterbringt?
Die KURIER-Mentoring-Aktion bietet genau das: Ein Jahr lang steht Ihnen eine unserer elf Mentorinnen zur Seite. Ein Jahr lang können Sie von den Erfahrungen einer Top-Managerin profitieren, sich im direkten Austausch, persönlich und vertraulich, Tipps für Ihren Karriereweg holen. Ein Jahr lang gehen Sie Ihren beruflichen Weg nicht allein, sondern mit einer kompetenten Partnerin an ihrer Seite. Ein Jahr lang begleiten die KURIER-Karrieren die Mentoring-Duos und berichten regelmäßig von deren Aktivitäten und Fortschritten.
Artikel vom 07.07.2011 14:00 | KURIER | Andrea Hlinka und Sandra Baierlalpha: Netzwerk und Mentoring-Profi
Der Club Alpha 1987 gegründet, mit über 100 aktiven Netzwerkerinnen aus allen Berufssparten, engagiert sich für Frauen, die beruflich vorankommen wollen. Club alpha ist überparteilich, Zielgruppe sind Frauen, die sich in der Gesellschaft engagieren wollen, Männer werden nicht ausgeschlossen.
Mentoring Seit einigen Jahren werden bei alpha Mentoring-Programme angeboten: für Businessfrauen, Studentinnen, Mütter und Technikerinnen. Das bereits mehrfach ausgezeichnete WoMentoring des Club alpha ist kostenlos, an keine Club-Mitgliedschaft gebunden, dauert ein Jahr.
Alle Mentorinnen im Überblick
Die elf Spitzenmanagerinnen über ihre Erwartungen an den Mentee.
Artikel vom 07.07.2011 14:00 | KURIER | Andrea Hlinka und Sandra Baierl
Maria Rauch-Kallat: Beraterin, Unternehmerin
"Meine Mentee sollte ihre Wünsche und Anliegen klar formulieren, unsere Treffen ernsthaft vorbereiten. Ich will, dass wir gemeinsam ein Stück weiterkommen." Maria Rauch-Kallat wird die Anliegen ernst nehmen und die Mentee an ihrem Erfahrungsschatz teilhaben lassen. "Ich werde von meinen Fehlern berichten, die kann sie dann vermeiden. Und ich werde sie in mein Netzwerk mitnehmen."
Bettina Glatz-Kremsner: Die Lotto-Managerin
Ihre Erwartungen an die Mentee: "Wissensdurst und die Bereitschaft, sich mit ganzem Engagement in diesen Austausch zu stürzen. Und natürlich den Mut, Themen offen anzusprechen und auch die eigene Meinung zu sagen." Informationsaustausch auf Augenhöhe ist Glatz-Kremsner ein großes Anliegen. "Die Mentee kann gewiss sein, dass ich aus meinen Erfahrungen und Ideen kein Geheimnis mache.
Renate Danler: Herrin der Hofburg Vienna
"Ich erwarte mir einen sehr neugierigen und wissbegierigen Menschen, der sich in den Bereichen Management, Marketing, Veranstaltungsorganisation und Tourismus weiterbilden möchte." Renate Danler sieht ihre Stärken in Strategie und sozialer Kompetenz. "Meine Mentee erhält von mir fachlichen und praktischen Rat."
Martina Hörmer: Die Managerin und Marketerin
"Meine Mentee sollte engagiert und zielstrebig sein - mit einem Ziel vor Augen ebnet sich manch' Weg wie von selbst." Auch Neugier und Aufgeschlossenheit setzt Hörmer voraus. Im Gegenzug bietet Hörmer: "Die Mentee kann von meinem Marketing-Know-how profitieren und einen Einblick in die Arbeit internationaler Konzerne gewinnen."
Aleksandra Izdebska: Die Gründerin
"Unabhängig davon, an welchem Punkt des Lebenswegs meine Mentee sein wird, erwarte ich mir eine Frau mit dem Willen beruflich das Bestmögliche zu erreichen und dabei auch den Mut zu haben, neue Wege zu gehen." Auch sie ist für Feedback dankbar: "Als Führungskraft ist eine ehrliche Rückmeldung besonders wertvoll." Izdebska freut sich darauf einer Frau helfen zu können, "die vielleicht noch am Anfang steht oder auch am Neu-Anfang." Gerne öffnet sie den Weg in ihr Netzwerk, gerade Frauen müssten diese schaffen und erhalten.
Ursula Simacek: Familienbetrieb, Unternehmerin
"Meine Erwartung an die Mentee ist, dass sie ihr Business zu 100 Prozent lebt, überzeugt ist von dem was sie macht und gerne Feedback und Begleitung von jemanden möchte, der neutral ist." Ihr Wissen und Erfahrung gibt Simacek gerne weiter: "Feedback und Unterstützung von Unternehmerin zu Unternehmerin und die Möglichkeit den einen oder anderen Netzwerkkontakt von mir nützen zu können."
M. Langthaler: Ex-Politikerin, Unternehmerin
Von ihrer Mentee erwartet Monika Langthaler, dass sie "offen und neugierig ist. Mir ist wichtig, dass man eine neue Herausforderung nicht als "nine to five"-Job versteht, sondern als das, was man/frau wirklich im Leben als Berufung sieht." Ganz wichtig ist ihr Spaß und eine gewisse Gelassenheit. Langthaler selbst ist gerne bereit, ihre Erfahrungen weiterzugeben. "Ich werde gut zuhören und kann hoffentlich nützliche Tipps geben - auch zum Thema Vereinbarkeit von Karriere und Kind."
Sonja Hammerschmid: RektorinVedMed
Von ihrer Mentee erwartet Hammerschmid "Begeisterung und den Mut, das eigene berufliche Schicksal aktiv zu gestalten." Im Gegenzug erhält die Mentee "ein individuelles Feedback, denn das kommt in der Ausbildung und im Berufsalltag oft zu kurz. Gerade nach dem Studium, beim Berufseinstieg, gibt es viele große Fragen. Ich möchte jungen Menschen den Einstieg mit praktischen Tipps aus meiner Berufslaufbahn erleichtern. Dazu gehört auch, beim Knüpfen neuer Kontakte zu helfen."
Haya Molcho: Köchin, Autorin, Unternehmerin
Die vierfache Mutter: "Ich erwarte von meiner Mentee Menschlichkeit. Und ich erwarte mir, dass sie Visionen hat und die Fähigkeit, einsichtig zu sein. Das Gleiche kann er/sie von mir erwarten."
T. Reisenbichler: Top-Managerin, Technikerin
"Mentoring ist für mich ein Geben und Nehmen", sagt Reisenbichler. "Ich erwarte mir die Offenheit, Probleme anzusprechen und die Bereitschaft, Rat und Hilfe anzunehmen und den Mut , Neues zu versuchen." Reisenbichler sieht es als ihre Aufgabe, zuzuhören, jedes Problem ernst zu nehmen und "gemeinsam mit der Mentee Lösungen und Strategien zu entwickeln, die auf sie/ihn zugeschnitten sind."
M. Salomon: Stv. Chefredakteurin, Medienprofi
"Es gibt so viele intelligente, top ausgebildete Frauen. Gerne helfe ich mit, dass diese nicht an unsichtbaren Hürden und Selbstzweifeln scheitern. Ich habe ein großes Netzwerk, kann Rat für Berufsein- und -umstieg und beim Umgang mit Medien anbieten."