zum Inhaltsbereich

ihr Standort auf der Webseite

Standort: Home Dienstag, 28. März 2017 - 19.00 - Club alpha

zur Orientierung auf der Seite

zurück

Dienstag, 28. März 2017 - 19.00 - Club alpha

Konrad Steinbach
Erfahrung weiter geben, Erfolg generieren

Moderation: Monika Posch

Es mag auf den ersten Blick überraschen, dass Angehörige einer Generation, die den größten Teil des Lebens hinter sich hat, Visionen für die Zukunft haben. Aber das ist eine wesentliche Charaktereigenschaft der Personen, die sich in ASEP zusammen gefunden haben. Sie haben erkannt, dass Beziehungen zwischen den Generationen aus zwei Gründen wichtig sind. Die Älteren geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die Jüngeren weiter und erfahren dabei eine Befriedigung durch das Teilhaben an der Gestaltung des gesellschaftlichen Umfelds. Die Älteren erkennen dabei ihr nach wie vor vorhandenes Innovationspotenzial. Die Jüngeren prüfen die zur Verfügung gestellten Informationen hinsichtlich der Umsetzbarkeit und modifizieren sie bei Bedarf.

Die Altersforschung hat den Begriff der Generativität geprägt. Dieser beschreibt den Wunsch eines Menschen etwas für die Allgemeinheit zu tun. Diesen Wunsch erfüllen sich nicht nur in Österreich Menschen nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben durch ihr ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Hilfsorganisationen. Die Mitglieder von ASEP sind besonders durch den Umstand privilegiert durch ihre Kreativität Jüngere bei ihrem Eintritt in das Berufsleben unterstützen zu können, aber auch denen, die in weiterer Folge  Probleme haben, zu helfen. Sie tragen damit bei, das Image des älteren Menschen in unserer Gesellschaft zu verändern. Viel wichtiger ist aber der Beitrag den Menschen in unserem Land zu vermitteln, dass länger arbeiten nicht nur eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit ist sondern bei den Einzelnen das Selbstwertgefühl hebt und positive Emotionen provoziert. Die 
50+ Generation, manche Angehörige denken nur mehr an den möglichst baldigen Ruhestand,  könnte dadurch zu einem Umdenken veranlasst werden. ASEP, deren Mitglieder freiwillig und ehrenamtlich länger arbeiten, fühlt sich besonders berufen kontinuierlich diesen Aspekt in der Öffentlichkeit zu vertreten. Länger arbeiten hat aber auch einen medizinischen Aspekt. Es ist statistisch belegt, das Frühpensionisten wesentlich häufiger an Morbus Alzheimer erkranken als Menschen, die bis zum gesetzlichen Pensionsantrittsalter arbeiten.

ASEP hat für die kommenden Jahre konkrete Pläne definiert. Neben der Beratungstätigkeit wie bisher  unter dem Motto „wir helfen, wo andere nicht können oder wollen“ ein Aufruf an alle Menschen in unserem Land, im Alter das erworbene Wissen und die Erfahrung an die Jüngeren weiterzugeben und sich damit auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben an den Aktivitäten der Gesellschaft zu beteiligen. Für die Jüngeren  sollte dies ein Stimulus sein ihre Einstellung betreffend die Dauer des Arbeitslebens zu korrigieren  An beide Generationen gerichtet der Aufruf zur Kooperation. ASEP ist eine Gruppe von Alten, die jetzt schon „das Alt sein“ neu denken. Hoffentlich auch für alle anderen ein Denkanstoss zum Paradigmenwechsel.       

Univ. Prof. Dr. Konrad Steinbach
Promotion  Dr. Univ. Med. 1961
Habilitation 1974
a.o. Univ. Prof. 1980
Kardiologe
Vorstand der kardiologischen Abteilung des Wilhelminenspitals 1980 bis 2002.
Sekretär des österreichischen Herzfonds 1976 bis 2003
Präsident des österreichischen Herzfonds 2003 bis 2013
Mitglied des Aufsichtsrates der VAMED 1990 bis 1994.
Berater des Bundeskanzlers in Fragen der Krankenhausplanung 1990 bis 1996.
Präsident von ASEP seit 2013.
Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften. 277 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften.


Dienstag, 28. März 2017 - 19.00 - Club alpha
24.02.2017 10:44

zurück