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Mittwoch, 22. Februar 2017 - 19:00 - Club alpha

Ulla Ernst
... und meine Gedichte

Moderation: Ellna-Maj Schedelberger

über mich
Geboren wurde ich am Schirmitzbühel, wo ich, am ländlichen Rand der steirischen Industriestadt Kapfen-berg, bis zu meinem 18. Lebensjahr lebte. Das Gymna-sium besuchte ich in Bruck an der Mur und zu studieren begann ich in Graz, wechselte aber nach einem Jahr an die Universität Wien. Nach dem Übersetzer¬studium studierte ich Philosophie und arbei-tete daneben als Englischlehrerin in der Erwachsenen-bildung. Wichtig für meine persönliche Entwicklung waren die Geburt meines Sohnes und ein längerer Aufenthalt in den U.S.A., wo ich an der Millersville Uni-versity, P.A., Philosophie unter¬richtete. Später war ich Assis¬ten¬tin und Lektorin an der Univer¬sität Wien und an der Wirt¬schafts¬uni¬ver¬sität Wien. Nach meiner letz¬ten An-stellung – an der Universität Inns¬bruck – ar¬bei¬tete ich kurz als Volon¬tärin im Öster¬reich¬ischen Hospiz in Jerusalem und etwas länger als Haus¬häl¬terin im Austrian Catholic Centre in Lon¬don. Heute lebe ich in Altenberg, Niederösterreich, in einem kleinen Stelzenhaus am Altarm der Donau.

… und meinerzeit
In sieben Ab¬schnit¬¬ten blicke ich auf Schwer¬punkte meines Lebens zurück. Den Anfang machen Erinne-rungen an die schaurige Lieb¬lings¬geschichte der Mutter und an das leichte, lockere Lied des Vaters, an die eigene Mutterschaft, an den Abschied vom flügge gewordenen Sohn und an einige andere wichtige Eindrücke.
Moment¬auf¬nahmen zeigen besondere Aspekte von einigen der in „über mich“ bereits genannten Städte – vor allem von Wien, wo ich bisher am längsten gelebt habe, und von Danzig als der Stadt der Mutter, die in der Steier-mark eine Fremde blieb. Hinzu kommen ein paar Bilder von Köln und eines von Ve¬nedig.
Bei Wande¬rungen im Wiener Wald über der Matraswiese, am Rande des 13. Wiener Bezirkes, wo ich, wie gesagt, die bisher längste Zeit meines Lebens gelebt habe, suchte ich durch das Zeichnen von Stimmungsbildern Ent¬span¬nung und Ruhe. Ähnliches wollen auch die Zeit¬skizzen er¬rei¬chen, indem sie, durchzogen von Spiele¬reien und Hei¬te¬rem, auch auf das Angenehme der Ver¬gäng¬lichkeit schauen.
Weinberggedichte er¬zäh¬len von Meditationen vor ver-sunkenen Weinkellern oder mitten im Wein¬berg, wo ich mich immer schon besonders gern aufgehalten habe, aber auch von Angst und Rastlosigkeit, also eher unan-ge¬nehmen Gefühlen, die bisweilen dann auch aus den Wie¬der¬holungen herauszu¬hören sind, zumal wenn es bei diesen um Erinnerungen an Verliebtheiten geht.
In Endspurt stelle ich die zen¬trale Frage des Lebens, die bereits in den anderen Gedichten, unter¬schwel¬lig oder am Rande, aufgetaucht ist, so, dass die Gefühle und Gedanken endlich zur Ruhe kommen können.

Erinnerung
Auf meinen Lippen liegen,
wie die Gedanken, sanft und richtungslos,
Berührungen von Dir,
in meinen Augen leuchten,
wie dunkler Kerzen Flammen,
Blicke von Dir,
in meinen Händen schlummern,
wie Kinder ohne Angst und Hunger,
die Wellenhügel Deiner Wirbelsäule,
krauslachend Brusthaar
kitzelt heut noch meine Wange,
kräuselt im Traum die Lippen mir,
im Traum mit Dir.

Ulla Ernst


Mittwoch, 22. Februar 2017 - 19:00 - Club alpha
30.12.2016 22:33

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