AUF MÄRZ 2021 VERSCHOBEN! Von der Biochemie ins Kräuterlabor - Die weltbekannte Wissenschaftlerin Reneé Schröder veredelt nun alpine Wildkräuter mit heilenden Eigenschaften

Kräuterwissen aus dem Lammertal - Blüten, Blätter, Wurzeln und deren Verarbeitung

 

Montag, 16.11.2020

19:00, Club alpha

Adresse: 1010 Wien, Stubenbastei 12/14

Moderatorin: Eszter Dorner-Brader

Referentinnen: Reneé Schröder, Christina Fröschl, Lisl Spurny

AUF MÄRZ 2021 VERSCHOBEN! Von der Biochemie ins Kräuterlabor - Die weltbekannte Wissenschaftlerin Reneé Schröder veredelt nun alpine Wildkräuter mit heilenden Eigenschaften

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© www.leierhof.at

Renée Schroeder: Von der Biochemie ins Kräuterlabor
Karrierewechsel: Die weltbekannte Wissenschaftlerin veredelt nun alpine Wildkräuter mit heilenden Eigenschaften
Von der RNA - jenem Molekül, das die Entstehung des Lebens möglich gemacht hat – zu Schafgarbe, Brennnessel und Johanniskraut: Die Wiener Biochemikerin Renée Schroeder, die mit ihren Forschungen zur weltbekannten Wissenschaftlerin aufstieg, hat in jüngster Zeit einen bemerkenswerten Karrierewechsel vollzogen. Nach mehr als 40 Jahren in der wissenschaftlichen Forschung nahm Schroeder, die zuletzt mit ihrer Biografie „Alle Moleküle immer in Bewegung“ (Residenz-Verlag) Schlagzeilen machte, Abschied von der Professur an der Wiener Universität. Sie verlegte Wohnsitz und Arbeitsplatz in den Salzburger Tennengau - auf den Leierhof in Abtenau, den sie vor Jahren mit ihren Söhnen erwarb.
Dort beschäftigt sich Renée nun mit den wildgewachsenen Pflanzen, die auf den sonnigen Südhängen des jahrelang brachliegenden Hofs in 1100 Metern Seehöhe gedeihen, und sie verarbeitet die Kräuter zu Salben, Tinkturen, Tees, Cremen und allem, was ihr sonst noch einfällt. Je nach Produkt werden die handgepflückten und luftgetrockneten Kräuter in Alkohol oder verschiedene Öle eingelegt, um die Wirkstoffe zu extrahieren.  - neue Website:
www.leierhof.at

 

 

„Es hat nichts anderes gegeben. Was hätten wir sonst machen sollen?“ Dieser Satz wirkt fast wie eine Entschuldigung. Dabei haben sich Menschen bis in die 1940er Jahre meistens mit den Mitteln, die sie in der Natur gefunden oder selbst hergestellt haben, oft erfolgreich geheilt. Erfahren haben sie dieses Wissen von ihren Vorfahren oder durch Nachfragen bei Nachbarn und Freunden.
Diese Erfahrungen beschreibt die Autorin, Biologin und Journalistin Christine Fröschl in ihrem Buch „Kräuterwissen aus dem Lammertal. Erfahren. Bewahren. Weitergeben.“ Damit erhält das Wissen älterer Menschen aus dem Lammertal eine neue Wertschätzung. Eine Interviewpartnerin freut sich: „Ich werde nun oft gefragt. Es ist so spannend. Ich möchte noch einmal 80 Jahre lang leben.“ Christine Fröschl hat diese Menschen bereits gekannt oder durch Unterstützung der Kräuterpädagoginnen vom Kräuterstammtisch Lammertal gefunden, interviewt und fotografiert. „Als Botanikerin interessieren mich Kräuter und deren Anwendungen. Außerdem berühren mich die Geschichten der Menschen und ihr Wissen über Blüten, Blätter, Wurzeln und deren Verarbeitung. Das erfahren und festhalten zu dürfen, ist eine besondere Ehre für mich“, sagt Fröschl.
Im Buch hat die Autorin außerdem neu interpretierte Rezepte von der Tochter und von der Enkelin, von Kräuterpfarrern und von der Äbtissin Hildegard von Bingen im Rezeptteil zum Nachmachen beschrieben.

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Die Wiener Malerin Lisl Spurny-Schwarzmüller hat den portraitierten Menschen ebenfalls zugehört und ist mit einfühlsamen Pinselstrichen ihrem Wesen auf den Grund gegangen. Außerdem hat sie die beschriebenen Pflanzen in der „wilden Wiese“, auf dem sonnigen Hang oder im Garten zu Papier gebracht. Nicht brav und naturalistisch. Sondern ihren Lebensbedingungen entsprechend. Aufrecht, mit der Lammertaler Landschaft im Hintergrund. „Aquarelle entstehen immer in der Natur und vor der Natur“, sagt sie.

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Bilder: Lisl Spurny, © Tom Bachler

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Das Leader-Projekt „Kräuterwissen aus dem Lammertal. Erfahren. Bewahren. Weitergeben.“ wird von Bund, Land und von der EU gefördert. Es zielt darauf ab, altes Heilwissen zu sammeln, zu bewahren und in Buchform sowie in Kursen weiterzugeben. „‘Kräuterwissen aus dem Lammertal‘ ist außerdem eine Marketing-Initiative für die Lammertaler Kräuterbäuerinnen- und -pädagoginnen die in diesem Sinne Produkte herstellen und vertreiben“, sagt Projektträger Franz Fröschl.

Das über 130 Seiten zählende Buch „Kräuterwissen aus dem Lammertal. Erfahren. Bewahren. Weitergeben.“ erscheint Anfang November. Es hat eine Größe von 19 x 27 Zentimetern. Lisl Spurny-Schwarzmüller hat das Titelbild gemalt. Tom Bachler hat Spurny-Schwarzmüllers Aquarelle fotografiert und das Buch gestaltet. Für Lektorat und Korrektorat zeichnet Marcella Grünwald verantwortlich.

Erhältlich ist das Buch auf www.kraeuterwissen-lammertal.at, bei der Autorin, auf www.leierhof.at, in den Lammertaler Lagerhäusern und im Abtenauer Tourismusbüro um 25,- Euro.

Kostenbeitrag: € 10,--, Mitglieder und Fördernde gratis

Um verbindliche Anmeldung unter clubalpha@alphafrauen.org wird ersucht.

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