Literaturforum | Bernhard Görg: "Dürnsteiner Puppentanz"

Krimi: Der bereits vierte Fall von "Doris Lenhart", die in der Wachau Mordfälle zu lösen hat.

 

Donnerstag, 28.11.2019

19:00, Club alpha

Adresse: 1010 Wien, Stubenbastei 12/14, 2. Stock

Moderatorin: Ellna-Maj Schedelberger & Anneliese Stoklaska

Literaturforum | Bernhard Görg:

Mit „Dürnsteiner Puppentanz!“ hat Bernhard Görg seinen vierten Wachau-Krimi vorgelegt. Um die Landespolitik geht es auch im neuen Buch, einem Krimi: Es ist der bereits vierte Fall von Doris Lenhart, die (wie immer) in der Wachau Mordfälle zu lösen hat.

Wie auch schon in seinen drei vorangegangenen spannungsgeladenen Krimis entwickelt der Autor viele Handlungsstränge, die sich am Ende miteinander vereinen. Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können, helfen ihm dabei: Eine treue Tochter der Kirche, die einen Mord meldet. Eine Chefinspektorin, der ein Kochkurs bei einem Meister seines Fachs keine Freude macht. Ein Polizeidirektor, der sich um eine große Hoffnung betrogen sieht. Ein Landeshauptmann, der eine Massenpanik verhindern möchte und einen Tobsuchtsanfall bekommt. Und drei Schaufensterpuppen, mit denen jemand ein teuflisches Spiel spielt. Die Morde sind angekündigt. Der Mörder wirft Schaufensterpuppen, die wie seine zukünftigen Opfer bekleidet sind, in die Donau. Doris Lenhart, die Chefin der Mordkommission, kämpft gegen einen raffinierten Mörder und gegen die brutalen Methoden der Politik in Niederösterreich.

Und mit dem Einfluss politischer Parteien und ihrer nicht selten verhaltensauffälligen Repräsentanten kennt Görg sich aus. Er ist nicht nur Autor, sondern konnte viele Jahre lang Erfahrungen als Politiker sammeln: immerhin war er fünf Jahre lang ÖVP-Vizebürgermeister von Wien, als Juniorpartner der mächtigen Landes-SPÖ.

Was den Landeshauptmann betrifft, der diesmal mit von der Partie ist, stellt Bernhard Görg klar: „Die Leute glauben, ich wollte auf Erwin Pröll Bezug nehmen. Das stimmt aber nicht. Ich porträtiere lediglich einen Typ Landespolitiker, wie er lange populär war.“

Die Untiefen der Politik, das ist Görgs wiederkehrendes Element, das unterscheidet seine Bücher von anderen Regional-Krimis. Und vielleicht liegt es gerade an der Mischung von Politik und dem „Bösen“, das selbst in den lieblichen Gefilden der Wachau seine Spuren hinterlässt, dass Bernhard Görg eine ansehnliche Fan Gemeinde hat, zu der übrigens  auch der langjährige Wiener Bürgermeister Michael Häupl zählt, der seinerzeit mit Görg in der Stadtregierung saß und jetzt, wie er sagt, in der Pension alle Görg-Krimis „nachgelesen“

Für eine spannende Diskussion – vielleicht sogar auch mit dem Autor – wäre es wünschenswert, dass Sie das Buch bereits gelesen haben!

 

CV DDr. Bernhard Görg

Geboren 1942 in Horn, NÖ, 2 Doktoratsstudien an der Uni Wien: Latein/Geschichte 1963, Jus 1967; von 1968 - 86 bei IBM Österreich und IBM Europe (Paris) in führenden Managementfunktionen tätig; 1986 bis 1992  Geschäftsführer der Neumann-Beratungsgruppe in Wien; 1992 - 2002 Landesparteiobmann ÖVP Wien; 1996 bis 2001 Amtsführender Stadtrat für Planung und Zukunft & Vizebürgermeister von Wien; 2001 bis  2002 Klubobmann der ÖVP im Wiener Landtag und Gemeinderat.

Verfasser diverser Publikationen, von 4 Theaterstücken und 4 Kriminalromanen:

Liebe Grüße aus der Wachau (2015), Das ewige Gelübde (2016), Dürnsteiner Würfelspiel (2018), Dürnsteiner Puppentanz (2019).

 

Freier Eintritt, um Anmeldung wird gebeten.

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