Vernissage

 

Dienstag, 08.05.2018

19:00, Club alpha

Adresse: 1010 Wien, Stubenbastei 12/14, 2. Stock

Moderatorin: Eva Pisa | Einführende Worte: Doris Hotz

Referentin: Marion Bancher | Erike Halwax | Fiona Hernuss | Moje Menhardt | Beate Zelnicek

Vernissage


Marion Bancher
geboren in Bozen, Studium und Preis der Akademie für Bildende Kunst in Wien; zahlreiche Ausstellungen, Performances, Installationen z.B. im Semper Depot, Kupferstichkabinett, Wagenburg (KHM). Für sie bedeutet Freiheit die Freiheit der Gestaltung „und vergessen was ist in dem moment und geschehen lassen, vergessen den ort, hineinsteigen in sich, in die zeit, getrieben von sich selbst oder etwas, einem anderen, die zeit, der zufall, ich. Es entsteht die farbe, nehmen und geben, pinselstriche geben form durch zufall der sie zueinander gebracht.“ In Zusammenarbeit mit David Cioni: geboren in der Toskana, nimmt sich die Freiheit in seinen Abbildungen „die Perspektiven zu wechseln, sie einem Prozess des drifting zu überlassen.“

Erika Halwax
freischaffend aus Wien, Absolventin der Universität für Angewandte Kunst; zahlreiche Ausstellungen, permanente Installation bei der Erste Bank. „Es macht einen Unterschied ob ich Bilder nebeneinander oder untereinander hänge. Ob sie diagonal hängen, z.B. von links unten nach rechts oben oder von links oben nach rechts unten. Ich könnte sie auch im Halbkreis hängen – und schreibe dazu – den Rest ergänzen Ihre Augen. Ein Bild zu erfahren, damit bin ich anscheinend alleine, aber niemand anderer als ein Du begegnet mir im Bild. Selbstverständlich habe ich die Freiheit, soferne es eine ist, ganz im Verstand zu bleiben.“

Fiona Hernuss
(Titelbild) stellt sich dem Thema anhand ihrer „Emu Abbildungen“ als Symbol der Ungebundenheit - „der Emu stellt in der Natur eine große Ausnahme dar – hier legt das Weibchen wie gewohnt die Eier, aber damit hat sich die Sache schon, denn das Ausbrüten und die Aufzucht übernimmt der Herr Emu ... auf den ersten Blick jubiliert so manche Menschenfrau bei der Vorstellung an solch ein verantwortungsentbundenes Leben ... aber darüber näher nachgedacht offenbart sich diese Vorstellung recht schnell als inhaltslose Daseinsform – aber dennoch, ein wenig seiner Zeit als autark, frei und ungebunden als Emu zu verbringen, das hat schon was...“

Moje Menhardt
Studium der Malerei in Wien und den Niederlanden, Auslandsaufenthalte und zahlreiche internationale Ausstellungen, Illustrationen und begleitende Bilder zu Büchern und Musik; „… mir fällt täglich Neues zum Thema Freiheit ein...ich bin
gespannt was sich daraus entwickeln wird...“

Beate Zelnicek
Kunstgeschichte Studium in Wien und Siena, Malerei Seminare, tätig im Bereich Kunstvermittlung und Ausstellungsorganisation (Secession. MAK, Kunsthalle Krems) zahlreiche Projekte und Ausstellungen. „Der rosa Punkt schillert. Er hat Tiefe. Er will aus der ganzen Fülle des Lebens geschöpft und gelebt werden. Er sehnt sich nach Ausdehnung, Absolutheit, Autonomie. Er ist der Gegenpol zu den Mechanismen seiner Umgebung. Er blitzt auf in den komplexen Wirrungen. Seine Lebendigkeit schwirrt durch die Vielschichtigkeit der Ebenen. Seine Verbundenheit mit den Untiefen der Sichtbarkeit spiegelt sich auf seiner Oberfläche. In der größten Enge wird die größte Weite spürbar. Freiheit ist die Poesie der kleinen Dinge.“ Im Anschluss an die Vernissage liest Autorin Julia Gruber eine Kostprobe zum Thema Freiheit aus ihrem soeben erschienen Buch „der eigene Weg“ (Braumüller Verlag).

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