Vernissage

 

Dienstag, 05.06.2018

19:00, Club alpha

Adresse: 1010 Wien, Stubenbastei 12/14, 2. Stock

Moderatorin: -

Referentin: -

Vernissage

Begrüßung: Eva Pisa
Einführung: Ingrid Loibl

„Nimmt man den Titel der Ausstellung genauer unter die Lupe lässt sich als erstes auffälliges Merkmal die Tatsache hervorheben, dass die Frauen in Subjektfunktion durch die Tätigkeit des „Schauens“ Männer zu Objekten machen…..aber die Beiträge der Ausstellung führen weiter zu einer Reflexion der Geschlechterverhältnisse  und in Folge zurück auf das Bild, das sich die Künstlerinnen über sich selbst machen. Mit allen männlichen und weiblichen Anteilen...“ 
Mit diesem Beitrag der Kuratorin Dr. Theresia Hauenfels beginnt der Katalog des Stadtmuseums St. Pölten, wo die Schau von 19 Künstlerinnen 2017 gezeigt wurde.
12 Künstlerinnen zeigen nun eine kleine Auswahl der ursprünglichen Arbeiten in der Galerie Alpha.

Evi Benesch, Kunststudien und Abschluss Kunstgeschichte, zahlreiche Ausstellungen, zur Arbeit „Mr. Universum“ (bodypainting+Acryl): „ein Mannsbild zum Schauen/so bunt wie ein Pfau/so mächtig und schlau/ist er nicht schön in seiner Pracht/wie für die Frau gemacht…!“

Christa Dietl, kunstpädagogische Ausbildung, Leitung von künstlerischen Projekten und Publikationen zu ihrem Bild: „ nun trug es sich zu, dass die goldene Kugel der Königstochter auf die Erde schlug und gerade ins Wasser rollte...die Kugel verschwand und der Brunnen war tief, so tief, dass man keinen Grund sah...“
Silvia Fembek, Diplom für angewandte Fotografie, Mitarbeit im Kulturbereich NÖ: „ das Zitat von Simone de Beauvoir – man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es – und das Buch Vatermänner von Julia Onken haben mich zu meinen Fotoarbeiten angeregt...ein kleines Mädchen hat grundsätzlich 3 Möglichkeiten um Vater auf sich aufmerksam zu machen – sie werden später ihr Leben und ihre Partnerbeziehung weitgehend bestimmen...“

Roswitha Fröschl, Ausbildung bei namhaften Dozenten und laufend Ausstellungen: „..fühlen wir Frauen uns noch immer allein gelassen in Familien -und Alltagsangelegenheiten? Sehnen wir uns nach Akzeptanz, Gleichberechtigung, liebevollen Umgang..?“

Edith Haiderer, akademisch angewandte Fotografin mit zahlreichen Ausstellungsteilnahmen zu ihrer Fotocollage: „wir Frauen haben heute mehr Möglichkeiten als je zuvor. Es liegt an uns Künstlerinnen unkonventionell zu agieren, auch zu provozieren..“

Evi Leuchtgelb, Fachschule für Bildhauerei, Diplom Kunstuni Linz, Kulturvermittlerin zu ihrer Installation „Sprechrolle“: „ Im Leben einer Frau gibt es viele Abschnitte, die sie mit verschiedenen Männern verbindet, teilt...in meiner Arbeit thematisiere ich stereotype Rollenbilder, die Frauen in ihrem Zusammenleben mit Männern einnehmen können...“

Linda Partaj, Absolventin der Angewandten und der Akademie der bildenden Künste, zeigt in ihrem Acrylbild eine Symbiose mehrerer Figuren, nicht nur die Person, die im Fokus steht… welche Perspektive man auch einnimmt, man befindet sich auf Identitätssuche.“

Ingrid Reichel, beschickt Ausstellungen vor allem mit soziokulturellen und politischen Themen. „Während sich das Original noch auf die Erschaffung Adams konzentriert, verfolgt die digitale Fotoserie was aus Adam geworden ist. So sind brisante Aussagen von Weltpolitikern wie Donald Trump, Vladimir Putin und Recep Erdogan 2017 inspiratorische Quelle für die Überarbeitung geworden...“

Eva Riebler-Übleis, Germanistin, Herausgeberin von „etcetera“, Mitglied des P.E.N., zahlreiche Ausstellungen und  Kunstprojekte: „..sie hat, ob in der dominanten oder servilen Rolle gelernt, dass Schauen nicht gleich Schauen ist. Der Blick regiert. Der Blick schafft den Kontakt, die Distanz oder lässt Nähe zu...“

Susanne Schober, Studium an der Angewandten, Lehrerin und Kuratorin, beschickt Ausstellungen überwiegend mit expressiver und inszenierter Malerei: „die Fotoserie look-at ist ein sehr persönlicher Rückblick auf Männer in meinem Leben und der Versuch die Beziehung zu ihnen durch Blicke festzuhalten...“

Ulrike Ströbitzer, Kunstpädagogische Ausbildung, Meisterklasse Prof. Attersee: „...mich fasziniert der Gedanke – das sogenannte starke Geschlecht hat schon immer das schwache Geschlecht Frau gebraucht – er lässt sich von ihr bewundern, befürsorgen...doch Blaubart war gestern...die Gleichberechtigung ist im Vormarsch und geangelt wird von beiden Geschlechtern...“

Margareta Weichhart-Antony, Studium der Architektur und Malerei/Grafik und internationale Ausstellungstätigkeit: „.. allgemein gesehen steht die Krawatte unumstritten als Symbol des Penis, ist Statussymbol und Zeichen der Selbstsicherheit. Zusammen mit Farbe und Material zählt der  Krawattenknoten zu einem effektiven und persönlichen Mittel der Kommunikation….ich begann zu sammeln...es war ein haptisches und optisches Vergnügen die edlen Stücke zu verweben… ich erfühlte den Träger...ich war ihm auf der Spur.“

 

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